Hobbyhandwerken mit Vergnügen

Juli 18th 2011 -

Der Slogan eines Baumarkts “Es gibt immer was zu tun” ist einer, der den Hobbyhandwerker zustimmend mit dem Kopf nicken lässt. Gerade wenn man sich mit Vergnügen in kleinere und größere Handwerksaufgaben im und um Haus und Garten stürzt, wird man damit wohl nie fertig. Ist ein Projekt beendet, dann wartet meistens schon das nächste. Damit das Handwerken auch Spaß macht, sollte man einige Grundregeln beachten.

Das richtige Werkzeug

Wer ordentliche Arbeit machen will, braucht vor allem das richtige Material und das richtige Werkzeug. Mit Brettern der billigsten Qualität kann man keinen Schrank bauen, der wirklich stabil ist. Auch wenn die Schrauben nichts taugen, hält er wohl eher nicht lange. Benutzt man ungeeignetes oder billiges Werkzeug, dann schadet das der Standfestigkeit und Güte des Schrankes zunächst nicht, aber sehr wahrscheinlich verdirbt man sich damit die Freude an der Arbeit. Das, was eigentlich Spaß machen sollte, wird dann zu einer mühseligen Quälerei, weil der Schraubenzieher schon nach der dritten Schraube nicht mehr packt oder der Bohrer mitten im Bohrvorgang abbricht und im Holz steckenbleibt. In so einem Fall muss man das Projekt eventuell sowieso für den Tag beenden, denn genau den gleichen Bohrer noch mal hat man wohl nicht im Haus, wenn man schon bei der Anschaffung des ersten gegeizt hat. Selbst so profanen Dingen wie Schrauben und Nägeln kann es an Qualität mangeln und verbiegende Nägel und brechende Schrauben haben schon den erfahrensten Handwerker verzweifeln lassen. Als Anfänger fasst man danach wahrscheinlich nie wieder etwas an, sondern konsultiert von Anfang an die Gelben Seiten auf der Suche nach jemandem, der sich damit auskennt.

Grundausstattung reicht für den Anfang

Der Fachmann, der dann kommt, kennt sich wahrscheinlich nicht nur mit den Arbeiten aus, sondern auch mit gutem Werkzeug. Dennoch ist es für den Hobbyheimwerker nicht unbedingt notwendig, sich den kompletten Werkzeugkoffer zu notieren und nachzukaufen. Denn Profiwerkzeug ist nicht nur gut, sondern auch für einen dauerhaften Einsatz von bis zu 8 Stunden am Tag ausgelegt. Um dreimal im Jahr eine Schraube reinzudrehen, brauchen sie nun wirklich keinen Akkuschrauber mit dreifacher Kupplung und verstellbarem Drehmoment. Lieber sollte man sich eine Grundausstattung anschaffen, die den Anforderungen gewachsen ist und diese dann mit seinen eigenen Anforderungen wachsen lassen. Mit einem guten Hammer, einem guten manuellen Schraubendreher und einer kleinen Säge ist man schon ausreichend ausgerüstet. Dazu gehört ein kleines Sortiment an Schrauben, Dübeln und Nägeln und natürlich eine kleine aber feine Bohrmaschine mit den Standardbohrern in Größe 6, 8 und 10. Damit kommt man schon ganz schön weit und mehr anschaffen kann man sich ja immer noch.

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